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  • Date: 09.07.2021
  • Calenderweek 26
  • Market Recap

Market Recap

Durch erneute Coronasorgen fiel der DAX über die 26. Kalenderwoche um zwei Prozent, kletterte jedoch kurzfristig wieder nur auf minus 0,7 Prozent und befindet sich nun auf 15.500 Punkten, es scheint so als befände sich der deutsche Markt in einem Sommerloch, denn es wird nicht 5viel gehandelt. Auch die US-Indizes stiegen nur minimal an, beispielsweise der Nasdaq, der kurz zwei Prozent stieg jedoch daraufhin  wieder auf 0,5 Prozent Plus fiel. Der Bitcoin startete Anfang der Woche von 34.600 US-Dollar, dieser fiel jedoch sowie der Dax und pendelte sich auf 32.800 US-Dollar ein. Da die Corona Infektionszahlen fallen und Geschäftsreisen dadurch wieder mehr Nachfrage erhalten stieg die Aktie der Lufthansa um ganze 4,6 Prozent. Der Flughafenbetreiber Fraport ist mit ihren Aktien über die Woche 5 Prozent im Plus, unter anderem weil sich in Australien die größte Übernahme in der Australischen Geschichte anbahnt. Denn eine Gruppe von Investoren will den Australischen Flughafen von Sydney Airports für ganze 17 Milliarden US-Dollar übernehmen. Jeff Bezos hat exakt 27 Jahre nach der Gründung von Amazon den Platz als CEO an seinen Kollegen Andy Jazzy. Als Einstiegsgeschenk hat dieser gleich einmal Amazon Aktien im Wert von 200 Millionen US-Dollar bekommen. Zudem stieg die Aktie über 4 Prozent, da ein Großauftrag der USA womöglich doch nicht Microsoft sondern Amazon zugeteilt werden soll. Die Automobilbranche verliert im gegensatz zu Amazon, denn von Continental bis hinzu Daimler,BMW und VW sind alle Aktien knapp sechs Prozent im minus. Dazu kommt, dass VW die Automarke Bugatti verkauft hat, denn dort wurden im letzten Jahr nur 77 Autos verkauft und aus der Sicht von VW verbraucht die Marke nur Managment Ressourcen.

 

Der Japanische Konzern Soft Banks bietet 1,6 Milliarden US-Dollar für Yahoo. Was erst einmal Sinnfrei scheint ist bei genauerem Hinschauen doch gar keine so schlechte Idee, denn 40 Prozent der meistbesuchtesten Webseiten in China laufen über Yahoo. Auch Investoren von Soft Banks gefällt diese Idee, die Aktie deswegen deutlich im Plus. Die Shop Apotheke war eine der Firmen die diese Woche am meißten verloren hat, denn nach schlechten und pesimistischen Quartalszaheln fiel ihre Aktie um 15 Prozent. Nachdem Analysten sich negativ über die Apotheke geäustert hatten fiel diese wieder um 5 Prozent und befindet sich über diese Woche 20 Prozent im minus.

KGV erklärt und die am günstigsten deutschen Aktien 

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis auch KGV oder auf Englisch Price-Earnings-Ratio gibt neben anderen Metriken an wie teuer eine Firma für den Investor ist. Das KGV setzt nämlich den Wert der Firma, also das Market Cap in Verhältnis zum Gewinn den die Firma in diesem Jahr gemacht hat. Das KGV gibt damit an wie viele Jahre es dauert bis eine Firma so viel Gewinn produziert hat bis sie ihren Marktwert erreicht hat. 80 ist beispielsweise das KGV von Amazon, dass heißt es dauert 80 Jahre bis Amazon so viel Gewinn gemacht hätte wie sie heute Wert sind. Ein Einflussfaktor auf den Firmenwert neben dem Gewinn ist ganz häufig auch das Wachstum. Unter Anderem ist das KGV von Amazon so hoch weil sie sehr schnell noch mehr Ergebnis machen als das Jahr zuvor. Oft ist es so, dass wenn Kredible, große Firmen eine geringes KGV habe ist die Ursache das eher geringere Wachstum im Vergleich zu anderen Firmen oder weil die Zukunftsaussichten nicht ganz so optimistisch sind wie zum Beispiel Amazon. Eine deutsche Firma die jeder kennt aber relativ günstig im KGV ist, ist Daimler bzw. Mercedes Benz. Ihr KGV liegt bei 8, das kommt daher das sie aktuell 80 Milliarden an der Börse Wert sind und für das laufende Jahr ein Ergebnis voraussagen von ungefähr 10 Milliarden. Ob man Daimler jetzt als Schnäppchen sieht kommt ganz darauf an wie man die Zukunft der Automobilbranche einschätzt. Denn BMW und auch VW sind beide auch mit einem ziemlich niedrigen KGV unterwegs. Durch die unsicheren Zukunftsaussichten rund um die Elektrifizierung sorgen dafür, dass viele Investoren scheinbar eher auf der sicheren Seite sind und nicht in Autoaktien investieren. Wenn man jedoch glaubt, dass die deutschen Autofirmen weiterhin erfolgreich Autos nach China importieren und glaubt, dass die deutschen Autokonzerne das Thema um Elektro meistern und dann noch glaubt, dass mehr als 10 Milliarden Euro Gewinne entstehen, nachdem Daimler für das erste Quartal einen Gewinn von 4,4 Milliarden verkündeten, dann sollte man reinem Gewissen dorthin investieren können. Tesla hat beispielsweise ein KGV von ganzen 950, dabei zahlt Daimler sogar mehr Dividende als Tesla. Doch eine Garantie keinen Verlust zu erreichen hat man nie. 

Die nächste deutsche Firma mit günstigem KGV ist Heidelbergcement. Heidelbergcement hat einen Firmenwert von 14 Milliarden Euro und sollen dieses Jahr einen Gewinn von etwa 1,5 Milliarden Euro machen, dass ergibt dann ein KGV von 5. Die Firma ist im Dax notiert und eines der weltweit größten Baustoffunternehmen. Letztes Jahr hat Heidelbergcement einen Umsatz von 18 Milliarden Euro mit dem Verkauf von Sand, Zement, Kies, Asphalt und Transportbeton gemacht welche/s aus 134 Zementwerken, mehr als 600 Steinbrüchen und 1400 Produktionsstätten für Beton kommen. Ursprünglich kommt dieser Konzern aus Deutschland ist aber auf der ganzen Welt vertreten, denn mittlerweile kommt nur noch ein drittel der Umsätze aus Europa. Durch den Infrastrukturen Deal in den USA könnte Heidelbergcement möglicherweise profitieren und wenn man sich noch anschaut, dass Heidelbergcement ohne Corona so gut wie immer gewachsen ist, scheint es als wäre Heidelbergcement eine solide Investitionsmöglichkeit. Doch beide Firmen sowohl Daimler als auch Heidelbergcement haben beide den selben Nachteil, sie sind beide von der wirtschaftlichen Lage abhängig, denn geht es der Wirtschaft gut, werden unter anderem Autos gekauft und auch in die Infrastruktur investiert, doch geht es der Wirtschaft schlecht geht würde das den beiden Firmen auf jeden Fall schaden.