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  • Date: 01.07.2021
  • Calenderweek 25
  • Market Recap

Market Recap

Der DAX zeigt über die Woche hinweg keine großen Veränderungen und befindet sich zu diesem Zeitpunkt auf 15.565 Punkten was minus drei Prozent im Vergleich zu letzter Woche, aber plus fünfzen Prozent im Hinblick auf Jahresangfang sind. Die US Indizes wie der Dow Jones und der Nasdaq erzielten auch einen positiven Anstieg von ungefähr zwei bis drei Prozent im Schnitt. 28.070 Euro oder 33294,95 Dollar, dass entspricht dem Wert welcher der Bitcoin momentan hat. Dieser stieg 1000 Euro über die Woche hinweg. Durch Angst über die Auswirkungen der Corona Delta Variante vielen Luft und Freizeitaktien wie die von Lufthansa, Tui und Fraport diese Woche rapide, Lufthansa (-4%), Tui(-7%) und Fraport (-4%). 

Stahl ist in Europa derzeit mangelware, da China, das Hauptexportland von Stahl, fast kein Stahl exportiert, da sie es selber benötigen. Das freut Aktionäre von Thyssen Krupp, deswegen ein plus dieser Aktie von 5,2% über die letzte Woche. Die Aktie von Hornbach ist durch starke Quartalszahlen diese Woche um 12% gestiegen. Der Einzelhandel ist wieder geöffnet, was sich wiederum auf die Firma Nike auswirkt. Ihre Aktie stieg um 16% und ist kurz vor einem Rekordhoch. Ein weiterer Grund für das Wachstum der Aktie sind die Quartalszahlen, welche Nike veröffentlichte. Dort ist zu sehen, dass Nike fast 100% mehr Umsatz im Vergleich zu letztem Jahr gemacht hat.

Nike verschreibt Rekordzahlen

Nachdem Nike Quartalszahlen veröffentlichte, welche ziemlich vielversprechend waren befindet sich das Unternehmen nun auf einem Market Cap Rekordhoch von 250 Milliarden Dollar. Doch was macht Nike eine der am besten geführten Brands. 2017 nämlich beschloss Nike, ihre Strategie zu ändern und auf “Direct to Consumer” zu wechseln, das heißt man kommuniziert direkt mit dem Kunden und dem Käufer und versucht alle Mittelsmänner in der Kommunikation und im Handel auszuschließen. Der Vorteil daran ist, dass die Firma also Nike vielmehr von dem Generierten Umsatz aus den Verkauften Produkten (Schuhe, T-Shirts, Hoodies,…) behalten kann, da kein Händler mehr eine Marche herausnimmt. Zusätzlich spart man sich als Unternehmen Marketingkosten und kann direkt mit dem Kunden kommunizieren. Durch diesen Strategiewechsel entschied sich Nike im grunde genommen dafür mehr über eigene Läden und den Onlineshop zu verkaufen. Dass lässt sich auch aus den Zahlen herauslesen, denn mittlerweile macht Nike 40% ihres Umsatzes direkt. Auch der Digital Umsatz wächst 40% mehr im Vergleich zum Vorjahr. Ein weiterer wichtiger Faktor des Erfolges von Nike ist mit Sicherheit China, denn dort ist die Nachfrage nach Nike auch sehr hoch. Man sollte jedoch nicht davon ausgehen, dass diese so stark steigt wie sich das Land entwickelt. Schaut man auf die Eckdaten des Geschäftsjahres bis Ende Mai, sieht man das Nike einen Umsatz von 44 Milliarden Dollar bei einem Gewinn von 6 Milliarden Dollar gemacht hat. Das führt bei einem Marktwert oder Market Cap von knapp 250 Milliarden Dollar zu einem Kurs Gewinn Verhältnis von über 40, was teuer ist. Verlockender hingegen ist  jedoch das Verhältnis vom  Firmenwert zum Umsatz, das liegt nur bei 5,5. Es ist durchaus vorstellbar, dass Nike aus China noch mehr Umsatz in den nächsten Jahren herausholt und mit der Direct to Consumer Strategie jeweils mehr Ergebnis aus dem jeweiligen Umsatz herausholen wird. Wenn man dann noch betrachtet, das Nike eine Dividendenrendite von 0,7% jedes Jahr bezahlen, kann man gespannt sein wie sich die Brand in den nächsten Jahren entwickelt.

600 Milliarden Dollar für die Infrastruktur in den USA und die Auswirkung auf die Börse 

Letzte Woche Donnerstag verkündete Joe Bide stolz, dass sich Senatoren beider Parteien für den Infrastrukturen Deal geeinigt haben. Dieser beinhaltet, dass knapp 600 Milliarden US-Dollar neuer Gelder in die überholen von Straßen, Zügen, Breitband Internet, usw. ausgegeben werden. Die Aussicht auf die neuen Gelder hat dazu geführt, dass viele Infrastruktur bezogene Aktien wie Caterpillar an der Börse gestiegen sind. In dem Bereich Infrastruktur gibt es ETFs wie der The Global X U.S. Infrastructure Development ETF und der iShares U.S. Infrastructure ETF, diese ETFs versuchen Unternehmen abzudecken, welche womöglich von dem Infrastrukturen Deal profitieren könnten. Das Problem bei diesen ETFs ist, dass diese in Deutschland schlecht handelbar sind. Der iShares Global Infrastructure ETF hingegen investiert zwar Global in Infrastrukturen aber enthält dennoch 60% davon an Beteiligungsunternehmen der USA. Eins sollte man jedoch Wissen bevor man in auf die Infrastrukturunternehmen setzt. Sollte nämlich der Deal platzen was immer noch der Fall sein könnte können die Aktien kräftig nach unten gehen, da diese schon den Optimismus des Deals mitgenommen haben, sollte der Deal jedoch in kraft treten können die Aktien durchaus weiter steigen.

Wie es Microsoft geschafft hat, die zweit wertvollste Firma der Welt zu werden

Microsoft ist mehr wert als alle DAX-Firmen zusammen und das zweitwertvollste Unternehmen der Welt, doch wie hat Microsoft diesen großen Schritt geschafft? Microsoft wurde bereits 1975 gegründet und vor allem für ihr Revolution der Computersoftwaren mit Windows bekannt. Das hat dazu geführt, dass das Unternehmen extrem schnell, extrem viel Geld verdient hat und einer der Unternehmen, genauer gesagt Bill Gates ende der 90ern das paradebeispiel von Reichtum war. Doch kurz darauf warf man dem Unternehmen wettbewerbswidriges Verhalten vor, was soweit führte, dass man Microsoft zerschlagen wollte. Eine Zerschlagung ist das Aufsplitten eines Unternehmens in verschiedene Einzelfirmen, häufig, um alle oder einige nach einer Übernahme zu verkaufen. Letztendlich wurde daraus nichts, doch im Zusammenhang der misere trat Bill Gates als CEO zurück. Die nächste Revolution verpasste Microsoft jedoch, denn als Steve Jobs das erste mal Handys vorstellen würden die Computer direkt etwas unwichtiger. Die Folge dessen war, dass der Aktienkurs von Apple rasant stieg, doch der von Microsoft nicht. Lange Zeit bewegte sich der Kurs seitwärts und viele Versuche von Microsoft, welche waren Fuß in das Geschäft der Smartphone zu machen änderten nichts daran. 2013 kaufte sogar Microsoft Nokia für 7 Milliarden US-Dollar auf, allerdings waren Apple und Google mit IOS und Android in dem bereich so stark, dass Microsoft mit Nokia keine Konkurrenz für die zwei Mobile-Giganten waren.

Doch 2014 begann Microsoft wieder ihren schwerpunkt auf ihre stärken, dass herstellen von Unternehmenssoftwaren zu lenken, wodurch die Aktie und das Unternehmen nach langer Zeit wieder einen Aufschwung erhielten. Das Ziel des Unternehmens ist nun das Unternehmen nicht mehr selbständig in ihre IT-Strukturen investieren, sondern in Rechenleistung, Speicherkapazitäten und Softwaren von Microsoft, welche diese bereitstellen und dem Unternehmen wiederkehrende Erlöse bringt. Diese Strategie scheint zu funktionieren, denn das Cloud Business ist in den letzten Jahren sehr gewachsen. Die Umsätze und Gewinne von Microsoft bestehen daher aus Windows, Office und Cloud. Dadurch ist Microsoft auch noch gut Diversifiziert, denn Microsoft gehört schließlich zusätzlich XBox, die Suchmaschine Bing und das Karrierenetzwerk Linkedin. Ein Vorteil den Microsoft zu den anderen großen Tech-Unternehmen hat ist, dass Microsoft sich nicht rund um die Uhr mit Kartellrechtlichen Problemen beschäftigen muss. Das ermöglicht Microsoft einen größeren Spielraum für Akquisition und Produkterweiterung. Microsoft ist daher ein fantastisches Unternehmen was bestens für rasantes Wachstum platziert ist