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Erneut zeigt der deutsche Aktienindex Anzeichen von Schwäche. Auch eine in den vergangenen Monaten noch bewährte Kaufzone war diesmal nicht in der Lage, den Markt sofort zu stabilisieren. Es besteht aber immer noch die Chance auf eine Bodenbildung.

Der DAX ist mit einem Stand von 12.250 / 12.350 unter die letzten beiden Korrektur Tiefs abgesunken und hat damit ein neues Warnsignal gesetzt. Nach dem Abrutschen auf den tiefsten Stand seit Anfang Juli dürfte sich der Dax am heutigen Dienstag wieder etwas erholen: Rund zwei Stunden vor dem Start von Xetra schätzt die Makler-IG den deutschen Leitindex um 0,3 Prozent höher auf 12.212 Punkte. Insbesondere der Kurseinbruch der SAP nach einem enttäuschenden Ausblick hatte den DAX am Vortag zum ersten Mal wieder seit Sommer unter die exponentielle 200-Tage-Linie gedrückt.

Das langfristige durchschnittliche Preisband um 12.000 bleibt als stabilisierender Faktor bestehen, gleichzeitig ist die Grenze des mittelfristigen Schwankungen Korridors erreicht. Mit stärkeren Verlusten ohne eine vorherige Kurserholung ist nur in Panik Phasen des Marktes zu rechnen. Nach einer kleinen Unterbrechung des Abwärtstrends wird sich jedoch der verfügbare statistische Handlungsspielraum in den bevorstehenden Monaten so sehr nach Süden ausdehnen, dass auch ohne einen extremen Verlauf des DAX die nächste horizontale Umkehrzone bei 11.250 / 11.600 leicht erreicht wird.

Diejenigen, die das Papier von Morgan Stanley (WKN MA11BR) gekauft haben, das vor einigen Tagen als Absicherung vorgestellt wurde, können sich nun auf eine hohe, im zweistelligen Prozentbereich liegende Rendite freuen. Mittlerweile kostet die Aktie bereits über 21 EUR und wird wahrscheinlich noch weiter bis auf über 22,50 EUR ansteigen, wenn der DAX weiter in Richtung 12.000 Punkte fällt. Bei einem Kurs von 11.500 DAX-Punkten wäre das Derivat sogar 27,50 EUR wert. Bei einer Markterholung könnten sich daher spannende Gelegenheiten für Zukäufe ergeben.

Die Angst vor weitreichenden Beschränkungsmaßnahmen im Angesicht der rasant ansteigenden Corona-Infektionszahlen haben die europäischen Aktienmärkte nach wie vor fest im Griff. „Für die Aktienmärkte ist nun klar, dass auch in Deutschland schärfere Restriktionen unumgänglich sind“, so der Analyst Timo Emden von Emden Research. Es komme nun auf das Ausmaß der einschränkenden Maßnahmen an, die die Wirtschaft schädigen könnten.